Hundeführerschein - Nds. Sachkunde

Die Sachkundenachweis Prüfung besteht aus:

1. einer theoretischen Sachkundeprüfung mit 35 Fragen (aus 5 Themenbereichen)

Die theoretische Sachkundeprüfung ist vor Anschaffung des Hundes abzulegen. Die praktische Sachkunde muss erst dann nachgewiesen werden, wenn der Hund älter als 12 Monate ist. Vorher ist jedoch die theoretische Sachkunde abzulegen.

Die Prüfung dauert 45 Minuten und beinhaltet 35 Fragen und zwar je sieben Fragen aus folgenden fünf Kategorien:

-          Die Anforderungen an die Hundehaltung unter Berücksichtigung des Tierschutzrechts

-          Das Sozialverhalten von Hunden und rassespeziefische Eigenschaften von Hunden

-          Das Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen mit Hunden

-          Das Erziehen und Ausbilden von Hunden

-          Rechtsvorschriften für den Umgang mit Hunden

Um diese zu bestehen, müssen mindestens 70 % (25 von 35) Fragen korrekt beantwortet werden, außerdem müssen in jedem Themenbereich mindestens 50% (4 von 7) der Fragen richtig beantwortet werden. Bei dieser Prüfung handelt es sich um Ankreuzaufgaben in denen pro Frage immer vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung stehen von denen nur eine Antwort richtig ist.

2. einer praktischen Prüfung an 2 verschiedenen Orten

Die praktische Sachkunde muss erst dann nachgewiesen werden, wenn der Hund älter als 12 Monate ist. Vorher ist jedoch die theoretische Sachkunde abzulegen.

Die Praktische Prüfung dauert ca. 60 Minuten und findetan einem ablenkungsarmen Ort, in einem Park oder dem städtischen Bereich statt (an mindestens zwei dieser drei Orte wird geprüft).

Im ablenkungsarmen Bereich wird verlangt: 

  • Handling am Hund: Prüfling kontrolliert Zähne, Ohren und Pfoten
  •  Kontrolliertes Gehen an der Leine: Führen des Hundes ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten und/oder Hunden
  •  Sitz oder Steh oder Platz oder Bleib (Ausführen des Kommandos nach maximal drei Wiederholungen)
  •  Kommen auf Ruf (Ausführen des Kommandos nach maximal drei Wiederholungen)
  • Begegnung mit z.B. Jogger, Skater etc. (Führen des Hundes ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von entsprechenden Personen) 
  • Begegnung mit anderen Personen (z.B. Spaziergänger, Menschengruppe), hier ist Führen des Hundes ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten wichtig
  •  Begegnung mit anderen Hunden (Führen des Hundes ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten und/oder Hunden)

In verkehrsöffentlichem Raum wird das sichere Führen des Hundes ohne Belästigung, Behinderung oder Gefährdung von Passanten und ohne Gefährdung des Straßenverkehrs überprüft. Mögliche Aufgaben sind:

  • Überqueren einer befahrenen Straße
  • Begegnung mit z.B. Radfahrern, Kinderwagen etc.
  • Begegnung mit anderen Personen / Menschengruppe

Die Prüfung ist erfolgreich abgelegt, wenn der Teilnehmer den Hund verantwortungsvoll, vorausschauend und sicher durch die Prüfungssituationen führen kann.

Als nicht bestanden gilt es insbesondere, wenn der Teilnehmer den Hund nicht unter Kontrolle oder von elf oben benannten Prüfungssituationen nur fünf oder weniger erfolgreich bewältigt.